20:43:28 28.02.2012

Bedauernswerterweise" so Wehlmann, werde Zu solchen Treffen niemals eine Gegenüberstellung mit Ansichten der Schifffahrtstreibenden oder Fakten aus der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung vorgenommen. Es -gebe dort nur einseitige Informationen der Umweltschützer. Andererseits ,sagt Wehlmann in seiner Pressemitteilung auch; "wir als Binnenschiffer sehen keinen Gesprächsbedarf mit Leuten, die kompromisslos und. stur nicht von ihrer Linie abweichen."
Der Grund, warum man beim BUND so deutlich auf die Schiene setze, sei aus seiner Sicht deutlich: "Wenn man im Vorstand des Aktionsbündnisses pro Schiene ist, muss man als Schifffahrts Gegner klare Position beziehen, sonst wird man nicht mehr von der Bahn gefördert" Wehlmann empfiehlt den Umweltschützern, mit ihren Äußerungen etwas vorsichtiger umzugehen. Er sieht in ihnen den Versuch, "die Menschen bewusst unter den Deckmantel des Umweltschutzes zu verdummen."
Wehlmann bestreitet Aussagen des BUND, es würden nur 1,5 Millionen Tonnen Fracht auf der Elbe transportiert Er habe Detlef Bütow, Geschäftsführer der! Sächsischer Binnenhäfen' Oberelbe; um entsprechende Zahlen gebeten. Danach sind in den öffentlichen Häfen an der Elbe von Magdeburg bis Dresden per Binnenschiff 2004 mehr als 2,8 Millionen Tonnen und 2005 sogar mehr als 3,2 Millionen Tonnen transportiert worden. Das sei eine Steigerung von 15 Prozent.
Im grenzüberschreitenden Verkehr zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik wurden 2004. Rund 650 000 Tonnen und 2005 etwa eine Million Tonnen transportiert. "Diese Zahlen verdeutlichen mehr denn je, wie dringend die Schifffahrt auf der Elbe gebraucht wird und nicht nur die Bahn." Man dürfe auch nicht vergessen, dass die Elbe für die Tschechische Republik der einzige Zugang zu den Weltmeeren ist und die BRD dem EU-Mitglied Tschechien den Zugang zu den Weltmeeren nicht versperren darf.
Wolle man die Reparaturen von Buhnen und Deckwerken verbieten, sagt Wehlmann, so wäre das etwa so, als müsste man erst den BUND fragen, um Schlaglöcher in den Straßen reparieren zu können. Würden diese Reparaturen an den Wasserstraßen nicht ausgeführt, seien diese bald unpassierbar. "Dies betrifft nicht nur die Fracht-, sondern auch die Personenschifffahrt und alle Kajütbootfahrer, dann wäre die Elbe nur noch für Paddler und Schlauchboote zugänglich. Das kann doch, wohl nicht sein?"