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Der Bau des Mittellandkanals

Der Bau des Mittellandkanals

Der Mittellandkanal wurde von 1906 bis 1916 zunächst als Bindeglied zwischen den nordwestdeutschen Stromgebieten des Rheins, der Ems, der Weser und dem Raum Hannover gebaut. 1938 waren die Weiterführung bis nach Magdeburg und die Anbindung an die Elbe fertiggestellt.

Der Mittellandkanal wurde im Muldenprofil mit einer Wasserspiegelbreite von rund 39 m und einer Wassertiefe von 3,25 m für die Schleppschiffahrt gebaut. Westlich der Schleuse Sülfeld erfolgte in den vergangenen Jahren unter Berücksichtigung des heutigen Standards der Ausbau der Wasserstraße. In weiten Bereichen der 82 km langen Osthaltung von der Schleuse Sülfeld bei Wolfsburg bis zum Schiffshebewerk Rothensee bei Magdeburg ist das ursprüngliche Muldenprofil heute noch vorhanden.

In Sachsen-Anhalt wurde in der Zeit von 1976 bis 1987 auf einer Länge von 36 km ein Teilausbau durchgeführt. Dabei wurde der Mittellandkanal nach der Herstellung einer Uferspundwand auf einer Seite verbreitert und vertieft.

In dem vorhandenen Muldenprofil und dem Rechteck-Trapez-Profil des Teilausbaus sind Schiffe mit einer Länge von 85 m, einer Breite von bis zu 9,50 m und einer Abladetiefe von bis zu 2,20 m sowie Schubverbände mit 147 m Länge und einer Abladetiefe von 2,10 m zugelassen.

Beide Profile genügen mit ihren Abmessungen heute nicht mehr den Anforderungen der modernen Binnenschiffahrt.


1856

Erster Plan zum Bau einer Wasserstraßenverbindung zwischen dem Kohlerevier der Ruhr und dem Rhein, der mittleren Weser und der Elbe.


1892 - 1899

Bau des Dortmund-Ems-Kanals


01.04.1905

Verabschiedung des Gesetzes zur Herstellung eines Schiffahrtskanals vom Rhein über den Dortmund-Ems-Kanal bis nach Hannover


1906 - 1916

Bauarbeiten am Rhein-Weser-Kanal sowie an der Eder- und Diemeltalsperre zur Wasserversprgung des Kanals über die Weser


1915

Verkehrsaufnahme auf der Strecke Bevergern - Minden


1916

Verkehrsaufnahme auf der Strecke Minden - Hannover


16.11.1920

Einigung über die Trasse zur Weiterführung östlich von Hannover als Weser-Elbe-Kanal


1926/1927

Beginn der Bauarbeiten östlich von Hannover


1938

Eröffnung des Schiffsverkehrs auf dem Mittellandkanal bis zur Elbe durch die Freigabe der Schleuse Sülfeld und des Schiffshebewerkes Rothensee


1942

Kriegsbedingte Einstellung der Arbeiten an der Kanalbrücke über die Elbe und an dem Doppelhebewerk Hohenwarthe


1965

Regierungsabkommenzum Ausbau des Mittellandkanals von Bevergern bis Sülfeld nach europäischem Standard für moderne Binnenschiffe


1968 - 1976

Bau des Elbe-Seitenkanals


1976 - 1987

Teilausbau des sachsen-anhaltinischen Mittellandkanals aufgrund eines deutsch-deutschen Regierungsabkommens


1991/1992

Beschluß zum Ausbau des Mittellandkanals zwischen Sülfeld und Magdeburg als Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 17 und Aufnahme in den Bundesverkehrswegeplan 1992


01.07.1993

Erster Rammschlag für das Projekt 17


19.06.1997

Grundsteinlegung für das Wasserstraßenkreuz im Zuständigkeitsbereich des Wasserstraßen-Neubauamts Magdeburg


Bericht Galky © 2003

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