Vereinigte Schiffervereine von Alsleben und Umgebung

"Undine e.V." von 1823 zu Alsleben / Saale

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    Auszug aus der Chronik der Saale Schifffahrt

    • 941 Soll sich das älteste Mühlenwehr (künstlicher Mühlenstau) auf deutschen Gebiet bei Alsleben an der Saale befunden haben. (Markmann Fritz, „Die deutschen Wasserstraßen“ Magdeburg 1938)

    • 981 In diesem Jahre unternahm der Magdeburger Erzbischof Adelbert eine Besichtigungsreise durch die Diözese des Bischofs Gisiler von Merseburg. Auf dem Ritt von Merseburg nach Frankleben am 21. Mai 981 viel er bewußtlos vom Pferde und verstarb im freien Felde. Der Leichnam des Bischofs wurde nach Giebichstein gebracht und von dort per Floß von Giebichenstein bei Halle auf den Wasserwege nach Magdeburg überführt.

    • 987 Wurde erstmals eine Wassermühle in Böllberg bei Halle erwähnt.

    • 1012 Zum zweitenmal wird die Saaleschiffahrt erwähnt in Urkunden aus der Zeit Kaiser Heinrichs II. Erbenutzte die Saale und Elbe öfters als Heerstraße.

    • 1012 Wurde die Saale befahren von Erzbischof Tagino. Dieser feierte gemeinsam mit Heinrich II. das Pfingstfest in Merseburg. Da er infolge schweren Krankheit zu schwach war, um die Rückreise nach seiner Residenzstadt zu Pferd anzutreten, wählte er den Wasserweg. Er verstarb jedoch unterwegs in Rothenburg. Der verstorbene Erzbischof wurde weiter per Schiff nach Frohse bei Schönebeck überführt.

    • 1121 Per 5. Juni 1121 wurde dem Kloster Neuwerk - unterhalb Halle am dortigen Mühlenstau (Wehr) das Mahlrecht verliehen.

    • 1127 Im Jahre 1127 ließ Otto, Bischof von Bamberg, den man auch als Apostel der Pommern bezeichnete, Waren die auf der Messe in Halle gekauft wurden, mit dem Schiff die Saale hinab von Halle bis zur Mündung in die Elbe, dann die Elbe abwärts nach Havelberg bringen, um dort die Waren weiter über Land nach Pommern zu transportieren.

    • 1128 Fand eine zweite Reise des Bischofs Otto von Bamberg statt, die ihn wieder von Halle mit dem Schiff auf der Saale und Elbe bis Havelberg führte, um Waren nach Pommern zu transportieren. Es wurden hauptsächlich Lebensmittel (Getreide, Salz usw.) mitgeführt.

    • 1150 Auch beim Kloster Gottesgnaden bei Calbe läßt sich im Jahre 1150 ein Umgehungskanal zu einer Mühle nachweisen.

    • 1150 Die erste Schleuse (Flutgerinne), von Konrad III. stammend, besagt, daß die Schleuse Calbe in angemessener Weis für die Schiffahrt angelegt ist. (Teubert, Oskar - Die Binnenschiffahrt 1. Band Leipzig 1912)

    • 1152 Dem Kloster Neuwerk, unterhalb von Halle wurde von Erzbischof Wichmann von Magdeburg bescheinigt, daß es mit einem Schiff Salz (in Wittekind gewonnen) befördern und Holz wieder zurück bringen durfte. Das Holz als Rückfracht wurde von der Halleschen Salzsiederei (Pfännerei) als Heiz- material benötigt.

    • 1172 Erläßt Erzbischof Wichmann eine Schleusenverordnung, daß die dem Kloster Neuwerk gehörige Schleuse (wahrscheinlich Schleuse Giebichenstein) bei herannahen von Schiffen pünktlich geöffnet werden soll.

    • 1172 Wird erstmals die Mühle in Trotha (Halle-Trotha) erwähnt.

    • 1212 Wurde erstmals urkundlich der Bau der Pregelmühle am Mühlenwehr bei Alsleben erwähnt.

    • 1238 Seit 1238 soll sich eine Mühle bei der Schleuse Gimritz befunden haben.

    • 1239 Urkundlich stand von 1239 bis 1408 in Bernburg eine hölzerne Brücke über die Saale.

    • 1258 Die Saaleflößerei als Erwerbszweig wurde erstmals 1258 urkundlich erwähnt.

    • 1280 Im Blütengrund bei Naumburg soll sich seit 1280 eine Fähre befunden haben. Dieser Fährbetrieb Besteht heute noch. Diese Fähre wird seit 3 Generationen von der Familie Schmidt betrieben.

    • 1281 Die Stadt Halle tritt erstmals 1281 urkundlich als Mitglied der Hanse in Erscheinung.

    • 1363 Erzbischof Dietrich läßt unterhalb der Burg Giebichenstein eine Holzbohlenbrücke über die Saale schlagen, die schon 1365 durch ein Osterhochwasser zerstört wurde, danach gab es für lange Zeit nur eine Kahnfähre.

    • 1366 Ab 1366 wurden die ersten Holzschleusen auf der Saale errichtet. Die ersten beiden Holzschleusen auf der Saale entstanden in Alsleben und Calbe. Einige erhaltene Steuerregister aus der Zeit desErzbischofs Dietrich (1364-1366) zeigen, daß an den Schleusen an der Saale Durchfahrzölle erhobenwurden.

    • 1392 Erhielten Nikolaus Gluse und seine Verwandten die Genehmigung, mit „dry prame und schiffe, dye sye czu Berneburch die Sale uff und neder geende habin“, den Fluß zu befahren.

    • 1439 schlossen sich die Fischer von Calbe zu einer Brüderschaft zusammen (Magdeburger Montagsblatt Seite 280 Nr. 35 - 1932)

    • 1479 In einen Lehnbrief des Erzbischofs Ernst zu Magdeburg für Heinrich Krosigk hieß es wörtlich:
      „..... mit der Fehre zu Alsleve.“ Damit wurde erstmals eine Fähre in Alsleben erwähnt.

    • 1479 Der Forderung von Erzbischof Günter, als Mitglied aus der Hanse auszutreten, gab die Stadt Halle

    • 1479 nach. Halle war somit von 1281 bis 1479 Mitglied in der Hanse.

    • 1500 Bis 1550 wurden durch Eis und Hochwasserkatastrophen sämtliche Holzschleusen auf der Saale wieder zerstört.

    • 1530 Der damalige Landesherr von Halle, Kardinal Albrecht verschaffte vom Kaiser Karl V. ein Privileg, daß am 21. Oktober 1530 unterzeichnet wurde zum einheitlichen Ausbau des Flußbettes der Saale. Dieser großzüge Plan konnte leider wegen der großen Finanznot nicht ausgeführt werden.

    • 1545 Eine Mühle an den Pulverweiden bei Halle wird erstmals erwähnt

    • 1546 Ein außergewöhnliches Hochwasser mit vielen Zerstörungen sucht die Saale heim.

    • 1559 Erzbischof Sigismund schloß 1559 mit den Fürsten Wolfgang Joachim und Karl von Anhalt einen Vertrag über den Ausbau der Saale. Die Fürsten verpflichteten sich zum Bau einer neuen Schleuse in Bernburg, der Erzbischof Sigismund zum Bau mehrerer Schleusen.

    • 1560 Mit dem Neubau von Schleusen wurde 1560 begonnen; bis 1564 wurden die Schleusen in Calbe und Alsleben durch den Markgrafen von Brandenburg und die Schleuse in Bernburg durch den Fürsten von Anhalt fertig gestellt.

    • 1563 Wurde die neue Schleuse in Bernburg eröffnet. Die neue Schleuse in Alsleben soll zu dieser Zeit schon bestanden haben, genaue Angaben fehlen hier.

    • 1564 Wurde die neue Schleuse in Calbe fertiggestellt.

    • 1565 Erneut wird im Jahre 1565 die Saale wieder von ein verheerendes Hochwasser mit großen Überschwemmungen heim gesucht.

    • 1568 Siegismunds Nachfolger der Administrator Joachim-Friedrich ein Hohenzoller verwandte gab sehr hohe Summen, etwa 12000 Taler für den weiteren Ausbau der Saale. Er privilegierte die Schiffahrt auf 20 Jahre fünf Beamte, darunter den Salzgrafen von Halle und den Voigt zu Calbe.

    • 1571 Beruhend auf dem Vertrag von 1568 wurden für die Saale 1571 gemeinschaftlich vier Frachtschiffe gebaut. 1590 ging das Unternehmen infolge der Baufälligkeit und Versandung der Schleusen wieder ein.

    • 1574 Der große Elster-Floßgraben wurde von 1574 bis 1587 unter der Regierung des sächsischen Kurfürsten August angelegt um für die Salinen der Mersburger Gegend das dringend benötigte Brennholz aus den Wäldern des Vogtlands anzutransportieren. Dieser Kanal, bei Krossen von der Weißen Elster abzweigend, teilte sich vor Lützen. Ein Kanal führte nach Dürrenberg und von dort in die Saale, der andere Kanal bei Wallendorf in die Luppe. Dieser Kanal hatte eine Gesamtlänge von 92 km. (Leipzig und seine Schiffskanäle 1998 von Wolfram Sturm)

    • 1583 Ab 1583 ließ der Kurfürst August von Sachsen seine Kupfersteine (Kupferbarren) aus Sangerhausen mit dem Pferdefuhrwerk nach Eisleben bringen, von dort übernahmen Alslebener Bürger den Transport nach Alsleben . Hier wurden die Kupfersteine (Kupferbarren) gelagert und dann mit zwei Frachtschiffen die Saale hinab bis zur Saalemündung gebracht, dort wurden die Kupferbarren in einen größeren Elbkahn umgeladen und dann weiter nach Dresden transportiert. Damit wurde die älteste regelmäßige Frachtroute auf der Saale von Alsleben zur Elbe und zurück eingerichtet.

    • 1590 Der Vertrag von 1559 den Erzbischof Sigismund mit den Fürsten von Anhalt abgeschlossen hatte, ging wegen Baufälligkeit und Versandung der Schleusen auf der Saale in die Brüche.

    • 1590 Seit 1590 bemühte sich die Handels- und Messestadt Leipzig um den Anschluß an einer schiffbaren Wasserstraße. 1610 hat der sächsische Kurfürst einen 24 km langen Floßgraben genehmigt zubauen, auf diesem Floßgraben wurde dann auch geflößt. Dieser Floßgraben wurde bis 1864 genutzt.

    • 1595 Ein großes Hochwasser auf der Saale ist im Jahr 1595 zu verzeichnen.

    • 1599 Vier Jahr später wird die Saale schon wieder von ein verheerendes Hochwasser heim gesucht.

    • 1605 Auf Einspruch von Fürst Johann-Georg I. von Anhalt wurde der alte Vertrag von 1559, der damals mit dem Bischof Sigismund abgeschlossen wurde, wieder erneuert. Neu in diesem Vertag war, daßbeide Parteien Schleusenabgaben erheben durften, die zur Erhaltung der Schleusenanlagen dienten. Dieser Vertrag wurde am 05. Dezember 1605 wieder erneuert.

    • 1605 Nachdem Fürst Johann Georg I. zu Anhalt gemahnt hatte die Schleuse Calbe zu reparieren. Der Hauptmann zu Calbe Günzel von Veltheim hat 1606 die Reparaturarbeiten der Schleuse Calbe an den Müller und Baumeister zu Halle, Peter Bergmann, vergeben, der sie auch repariert hat.

    • 1606 Von 1606 bis 1607 wurden die Saaleschleusen in Calbe und Bernburg erneuert.

    • 1608 Zu großen Überschwemmungen kommt beim verheerenden Hochwasser von 1608

    • 1610 Seit 1590 bemüht sich die Stadt Leipzig um den Anschluß an die Wasserstraßen. 1610 hat der sächsische Kurfürst genehmigt den Bau eines 24 km langen Floßgrabens auf den auch Holz geflößt wurde. Dieser Floßgraben wurde gewerblich bis 1864 genutzt.

    • 1612 Am 22. Mai 1612 gewährte der Naumburger Bürgermeister, Sixtus Braun, in einem Lehnbrief ein Erbschiff auf Saale und Unstrut.

    • 1618 Durch den Dreißigjährigen Krieg kam die Schiffahrt auf der Saale und Unstrut gänzlich zum erliegen. Die Schleusen versandeten oder wurden von den Söldnerheeren zerstört.

    • 1625 Urkundlich wurde 1625 in Groß Rosenburg erstmals ein Fährbetrieb über die Saale erwähnt. Dieser Fährbetrieb besteht heute noch.

    • 1651 Nach den Dreißigjährigen Krieg wurde ab den 1. Mai 1651 erstmals wieder Salz und Getreide auf der Saale verschifft.

    • 1652 Nach dem Abschluß des Westfälischen Friedens am 24.10.1648 zu Münster, der den Dreißigjährigen Krieg beendete, veranlaßte August von Sachsen sofort die Wiedereröffnung der Saaleschiffahrt. Nach großen Anstrengungen konnte die Schiffahrt auf der Saale erst ab 1652 wieder durchgehend eröffnet werden.

    • 1653 Georg I. von Sachsen erläßt eine neue Wasser- und Mühlenordnung für die Unstrut.

    • 1658 In den Jahren von 1658 bis 1672 suchte Herzog Ernst von Gotha mit großer Ausdauer den Kurfürsten Johann Georg II. für einen Plan zu gewinnen, der die Schiffbarmachung der Gera (von Erfurt), Unstrut (ab der Mündung der Gera) und der Saale ab Naumburg vorsah. Der Kurfürst Johann Georg II. versagte sich schließlich den Plänen, da er und seine Räte durch die Ausführung großen wirtschaftlichen Schaden für die Stadt Leipzig (Stapelrecht) befürchteten.

    • 1694     Im Jahr 1694 ist auf der Saale wieder ein großes Hochwasser zu verzeichnen.

    • 1680 – 1694 Der sächsische Kurfürst Johann Georg III. (1680-1691) und Johann Georg IV.(1691-1694) haben ein Plan vorbereitet von der Saale aus eine kanalmäßige Verbindung bis zur Pleiße und Elster herzustellen um Leipzig die Zugangmöglichkeit zur Elbe zu bieten. Interessant ist die Begründung dieses nicht ausgeführten Planes: „Es ist aber ganz gewiß, daß wenn dieses Werk zur Perfektion gediehe, solches dem Lande und der Stadt Leipzig sehr großen Nutzen schaffen sollte.“

      (Systematik der deutschen Wasserstraßen – 1936  – Kurt Vowinkel Verlag Seite 19)

    • 1694     Der preußische Kurfürst Friedrich III. legte am 13. Juli 1694 persönlich den Grundstein zur ersten   steinernen Schleuse auf der Saale in Trotha bei Halle. Im gleichen Jahr folgten dann auch die Grundsteinlegungen der neuen Schleusen aus Stein in Alsleben und Calbe.

    • 1695     Ab 1595 fanden weitere Schleusenreparaturen und Neubauten, auf Anordnung des preußischen Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg statt.

    • 1695     Wird eine Salzniederlage zur Verschiffung des halleschen Salzes von Aken zur Saalemündung (Saalhorn) verlegt.

    • 1696     Mit dem Neubau einer Schleuse aus Quadern wurde in Bernburg, durch den anhaltischen Fürsten Victor Amadeus, begonnen.

    • 1697     Die beiden neuen steinernen Schleusen in Calbe und Alsleben wurden für den Schiffsverkehr freigegeben.

    • 1698     Erneut wird die Saale im Jahr 1698 von einen verheerenden Hochwasser mit vielen Überschwem-mungen heimgesucht.

    • 1701     Wurde ein Leinpfad entlang der Saale bei Alsleben als sogenannter Treckpfad von der „Obrigkeit“inspiziert. Dieser Pfad wurde angelegt für die Zugmannschaften (bis zu 20 Mann stark), die die Schiffe per Seil stromaufwärts zogen. Auf der Saale gab es drei Treckmannschaften, stationiert in Groß Rosenburg, Nienburg und Alsleben.

    • 1704     wird berichtet, daß der Fährmann aus Calbe täglich 5 bis 6 mal das Fährseil wegen der Schiffahrt herunterlassen mußte. Letzteres geschah aber nur bei bergwärts fahrenden Kähnen, die talwärtsfahrenden Schiffen (mit umgelegten Mast) fuhren darunter weg. (Geschichtliche Nachrichten über die Saale bei Calbe - Geschichtsblätter 31. Jahrgang Stadt und Land Magdeburg)

    • 1709     Im Jahr 1709 ist wieder ein großes Hochwasser auf der Saale.

    • 1716     beschwerte sich die Stadt Leipzig bei ihrem Landesherren über die Nachteile der Stadt Leipzig (Stapelrecht) gegenüber der neuen Saaleschiffahrt und der Halleschen Schleusenneubauten. (Hasse R. -   Geschichte der Leipziger Messen 1885)

    • 1726     In den Jahren von 1726 bis 1728 läßt Bergrat Borlach das Artener Unstrut Wehr erbauen.

    • 1727      Unter tatkräftiger Mitschirmherrschaft des Fürsten Leopold von Anhalt (genannt der alte Dessauer) und den damaligen Gouverneur von Magdeburg begannen die Schachtungsarbeiten des Saale-Elbe-Kanals am 03. Februar 1727 in Frohse bei Schönebeck. Es wurden bis zu 2500 Arbeiter an 139 Baustellen eingesetzt um das an der Sohle 10 m breite und durchschnittlich 5 tiefe Kanalbett soweit es das eindringende Wasser zuließ auszuheben. Im März waren die Arbeiten schon von Frohse aus bis vor Calbe vorangeschritten. Vom Lorenzfriedhof in Calbe war man ebenfalls bis zur heutigen Arnstedtstraße vorgestoßen. Nach der Ernte sollten die Durchstiche erfolgen und der Kanalbau vollendet werden. Da kam Ende Juli 1727 von Friedrich Wilhelm I. der völlig überraschende und unerwartete Befehl, das fast vollende Kanalprojekt abzubrechen. Wahrscheinlich waren es diplomatische interventionen und zu hohe Entschädigungsforderungen des Fürsten Johann August von Anhalt-Zerbst, dem unter anderen auch das Gebiet um Kein Mühlingen gehörte, es waren hauptsächlich wirtschaftliche Drohungen August des Starken, also Sachsen gewesen sein, die Friedrich Wilhelm in die Knie gezwungen hatten. Barby mit der Saalemündung in die Elbe gehörte eine sächsische Nebenlinie, dem Hause Sachsen Barby an. Durch die Abkürzung zwischen Calbe und Frohse hätte Sachsen auf einen großen Teil der Zolleinnahmen aus den Flusshandel mit der bedeutenden Salzstadt halle verzichten müssen. In den folgenden Jahren wurde das 17 km lange Kanalbett wieder zugeschüttet. Die heutige Straße von Calbe nach Schönebeck ist übrigens ein Relikt dieser Ausschachtungsarbeiten für den geplanten Saale-Elbe-Kanal. Überbleibsel dieser beinahe Trasse sind der Landgraben (im Volksmund der Kanal) an dieser Straße und der Solgraben in Schönebeck. (Aus der Chronik der Laurentiikirche Calbe)

    • 1750 Um 1750 lebten in Nienburg etwa 7 Schifferfamilien

    • 1762 König Friedrich II. hat seiner Magdeburger Kriegs- und Domänenkammer befohlen, zum Besten des Landes alle Beamten, Magisträte, Kommunen, die von Adel, Kaufleute, Schiffer, Bürger und andere zum Bau neuer Schiffsgefäße (Kähne) anzuregen. Jedes neu erbaute Schiffsgefäß (Kahn) sollte nach der Größe und der Ladekapazität (in Wispeln - 1 Wispel gleich 40,250 kg) binnen 6 Jahre auf jeden Wispel 4 Taler aus der Zollkasse erhalten. Die Schiffsbesatzungen wurden von dem Wehrdienst freigestellt.

    • 1775 Die Fähre in Alsleben wurde zum ersten mal an einen Privatmann Herrn Nicolaus Gerth verpachtet.

    • 1775 und 1778 wurde im Nelbener Kirchenbuch die Schiffbauerei Rothenburg auf Zellewitzer Grund und Boden erwähnt. Im Jahr 1802 wurde sie dann als „alte Schiffbauerei“ bezeichnet, ein Zeichen dafür, dass diese Schiffbauerei nicht mehr bestand.

    • 1778 Am 31.12.1778 erhält Professor Mende den Kurfürstlichen Auftrag, die Schiffbarmachung der oberen Saale und Unstrut zu prüfen.

    • 1784 Am 1. März 1784 wurde der Höchststand einer Hochwasserflut in Brucke bei Rothenburg gemessen, annährend 2,00 m Höher wie das Hochwasser an der Saale von 1994.

    • 1790 Am 04.12.1790 wird eine Kurfürstliche Order zur Schiffbarmachung der Unstrut von Bretleben bis zur Mündung in die Saale, sowie die Saale von Naumburg bis Weißenfels erteilt.

    • 1791 Im Juni 1791 erster Stapellauf eines Schiffes auf der Unstrut bei Brottendorf (200 Jahre schiffbare Unstrut 1795-1995, Heimatverein Artern)

    • 1791 Von 1791 bis 1799 wurde die Saale von Naumburg bis Weißenfels reguliert, dazu gehörten 2 Schleusenneubauten auf der Saale. Die Unstrut wurde im gleichen Zeitraum vom Mühlenwehr bei Bretleben bis zur Saalemündung reguliert, dazu gehörten 12 Schleusenneubauten auf der Unstrut. Alle Schleusen auf Saale und Unstrut wurden mit Stemmtore versehen.

    • 1793 Auf der Unstrut bei km 45,6 werden in Karsdorf als erste Unstrutschleuse die Bauarbeiten am 16.11 1793 beendet. Eine Kammerschleuse aus Sandsteinquadern mit Holzstemmtoren versehen. Die Reihenfolge der Schleusen auf der Unstrut ist von Artern bis Freyburg nach der Kilometrierung angeordnet.

    • 1793 Von 1791 bis 1793 wurde auf der Unstrut, die Schleuse Artern bei km 6 gebaut. Die Schleusen- kammer wurde aus Sandsteinquadern, das Oberschütz (Tor) und Unterschütz der Schleuse wurde aus Holz hergestellt. (Archiv Wasser- und Schiffahrtsamt Halle für alle Unstrutschleusen)

    • 1794 Von 1791 bis 1794 wurde die Schleuse Nebra auf der Unstrut bei km 37,1 gebaut. Die Schleusenkammer war aus Sandsteinquadern und Schleusentore aus Holz.

    • 1794 Von 1792 bis 1794 wurde die Schleuse Schönewerda bei km 16,5 auf der Unstrut dem Verkehr übergeben. Auch hier war die Schleusenkammer aus Sandsteinquadern, die Schleusentore aus Holz gefertigt.

    • 1794 In einer Bauzeit von 3 Jahren konnte die Schleuse Roßleben auf der Unstrut dem Verkehr übergeben werden. Die Schleusenkammer war aus Sandsteinquadern und die Schleusentore aus Holz. (Alle Informationen über die Schleusenbauten auf der Unstrut sind den Archiv des Wasser- und Schiffahrtsamtes Halle entnommen).

    • 1794 Im Jahr 1794 wurde in Laucha auf der Unstrut bei km 58,06 als Kammerschleuse aus Sandsteinquadern und Holzstemmtoren fertiggestellt.






    Veröffentlicht am:
    16:34:10 05.02.2006

    Autor:
    E.W.Wehlmann

    Letzte Aktualisierung
    16:35:08 05.02.2016