Vereinigte Schiffervereine von Alsleben und Umgebung

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Naturschützer bleiben beim Nein

28.02.2012 20:36:00 | Mitteldeutsche Zeitung

Oberbürgermeister Henry Schütze soll sich weiter für den Bau des Saale-Seitenkanals einsetzen, hatte der Bernburger Stadtrat vor zwölf Tagen mit großer Mehrheit beschlossen. Doch es kam auch Widerspruch aus den Reihen der Linkspartei und der Bündnisgrünen, teils in Leserbriefen artikuliert und - so die Auffassung der FDP-Stadtratsfraktion - falsch interpretiert.
"Nicht die Linksfraktion hat einen Antrag gestellt, sich mit dem Saalebündnis für die Anbindung Bernburgs an das überörtliche Binnenwasserstraßennetz einzusetzen, sondern die Stadtverwaltung legte den Stadträten eine entsprechende Beschlussvorlage vor", heißt es in einer Stellungnahme der Liberalen. Stattdessen habe die Linksfraktion mit einem Änderungsantrag versucht, die Verwirklichung des Schleusenkanals Tornitz zu verhindern.

"Auch empfinden wir es als anmaßend, wenn die Einschätzungen und Vorschläge von fachkundigen Experten in Frage gestellt werden, wenn man selbst keine entsprechende Sachkenntnis hat. Immer nur prinzipiell gegen alles Neue zu sein oder dies in Frage zu stellen, anstatt selbst fachkompetente Vorschläge, die umsetzbar und finanzierbar sind, zu erarbeiten, ist nicht förderlich und lässt uns alle auf der Stelle stehen", kritisiert die Bernburger FDP-Fraktion.

Es sollte im Interesse aller sein, die Straßen von Verkehr zu entlasten. Auch die Vorteile für den Tourismus seien in der von Christian Jung vorgeschlagenen Variante einleuchtend. Dass die Kreisstadt vorfristig ihren Haushalt konsolidieren konnte, sei zu einem nicht geringen Teil auf höhere Steuerzahlungen von jenen Betrieben zurückzuführen, die Nutznießer eines Transportweges auf der Saale sein würden.

Hauptproblem Elbe bleibt - Nein

Naturschutzverbände bleiben indes ungeachtet der neuen Trassenführung bei ihrem klaren Nein zu einem Saale-Seitenkanal. "Mit dann sieben Schleusen zwischen Elbmündung und Halle könnte ein Schiff diese 80 Kilometer kaum an einem Tag absolvieren", meint Ernst-Paul Dörfler vom Elbeprojekt des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Da einem Güterzug für diese Strecke eine Stunde genüge, wäre der Wasserweg kaum wettbewerbsfähig.

Nach seiner Auffassung würde mit einer Verschlechterung der Wasserqualität in den Kiesseen durch einströmendes Saalewasser das Projekt gegen geltende EU-Richtlinien verstoßen.

Außerdem löse die Kanal-Idee nicht das Hauptproblem. "Die Elbe ist für den Massenguttransport nicht geeignet, da sie die meiste Zeit des Jahres nicht befahrbar ist", so Dörfler.

Bahn hat freie Kapazitäten????

Widerspruch kommt auch vom Arbeitskreis Hallesche Auenwälder (AHA), der einen nachfolgenden Ausbau der Elbe befürchtet.

Des Weiteren sei die Saale zwischen Halle und Calbe zu schmal für den Begegnungsverkehr von Schiffen, so dass in gewissen Abständen Ausweichstellen und am halleschen Hafen eine Wendestelle zu bauen wären.

Darüber hinaus habe die Deutsche Bahn auf der Strecke Halle-Magdeburg nur eine Transportauslastung von 30 Prozent.