Vereinigte Schiffervereine von Alsleben und Umgebung

"Undine e.V." von 1823 zu Alsleben / Saale

Adresse

Besucher

Wir begrüßen recht herzlich den Besucher
counter
auf unserer Seite

Linkverzeichnis

» Erweiterte Suche

Sonstiges  (2)
Partnerlinks (6)

Vereine (8)
Behörden (1)


Bislang befinden sich 17 Einträge im Suchportal.

Stadt will den Saalekanal

19.02.2012 12:11:00 | HEIKO WIGRIM

Die Bernburger Feuerwehr hat einen neuen stellvertretenden Stadtwehrleiter: Jens Hartmann. Oberbürgermeister Henry Schütze (parteilos) überreichte auf der Stadtratssitzung am Donnerstag die Berufungsurkunde.
Hartmann tritt damit die Nachfolge von Gereon Schelhas an, der von diesem Ehrenamt auf eigenen Wunsch mit Wirkung vom 27. Oktober 2011 abberufen wurde. Jens Hartmann wurde durch die wahlberechtigten Mitglieder der FFW Bernburg zum stellvertretenden Stadtwehrleiter gewählt, er erfüllt die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen für den Posten. Bisher war Jens Hartmann Ortswehrleiter in Biendorf. Dieses Amt musste er für seine neue Position in der Stadtfeuerwehr niederlegen, da Doppelfunktionen laut Feuerwehrsatzung nicht zulässig sind.

Hauptthema der Ratssitzung waren aber nicht die Feuerwehrleute, denn das Thema Risikoanalyse zum Brandschutzbedarf wurde wegen Kritik an dem extern erarbeiteten Gutachten von der Tagesordnung genommen. Nach kontroverser Debatte beauftragte der Stadtrat mit großer Mehrheit den Oberbürgermeister, sich weiterhin gemeinsam mit dem Saalebündnis für die Anbindung Bernburgs ans überörtliche Binnenwasserstraßennetz sowie die Verwirklichung des Schleusenkanals Tornitz einzusetzen.

Widerstand gegen das Vorhaben kam von den Bündnisgrünen. "Ich kann dem Beschlussvorschlag nicht zustimmen", erklärte Hanni Musche. Auch der jüngst von Diplomingenieur Christian Jung vorgestellte neue Trassenverlauf über die dortigen Kies-Seen sei früher schon einmal untersucht und als nicht durchführbar erklärt worden. "Warum wird der Oberbürgermeister nicht beauftragt, sich für eine Bundeswasserstraße für touristische Nutzung einzusetzen?", fragte Hanni Musche. "Dafür braucht man keinen Kanal." Auch so könnte die Unterhaltung der wasserbaulichen Anlagen erreicht werden, meinte die Stadträtin. Die Grünen befürchten, dass nach einem Bau des Saalekanals später auch die Elbe weiter ausgebaut wird.

OB Schütze warb für den Saalekanal nach den Vorstellungen von Christian Jung. Man müsse schon die infrastrukturellen Voraussetzungen schaffen, damit sich Industrie ansiedeln könne. Der Stadtrat habe hier aber keine Entscheidungsbefugnis. Man könne aber wohl politischen Druck aufbauen, damit der Kanal komme. Dies habe sich schon beim Vorhaben des Bundes, die Saale zur Restwasserstraße herabzustufen, erfolgreich bewährt. Die Jung-Variante des Kanals würde sich gut in die Landschaft einfügen, dabei könne der Kanal im Rahmen des Kiesabbaus vorangetrieben werden. Die Seegebiete könnten touristisch genutzt werden - dies würde Bernburg nützen und die Gegend aufwerten.